WDR 5 Denk' ich an Europa
Ein besonderer Blick auf Europa: Persönlichkeiten aus Kunst, Kultur, Wirtschaft und Wissenschaft erzählen im Gespräch, welche Sorgen, Hoffnungen und Visionen sie mit Europa verbinden.
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- Sep 26, 2026
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Andreas Kossert: "Für ein Europa der Uneindeutigkeit" (opens the original)
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"Europa war immer eine Geschichte der Migration", sagt der Historiker und Autor Andreas Kossert, der sich vorwiegend mit Ost-Mittel-Europa beschäftigt, insbesondere mit Blick auf Flucht, Migration, Vertreibung. Das präge die "europäische Verschränkung" zutiefst. "Europa ist ein Kontinent der Uneindeutigkeit, der historischen Grenzlandschaften."
Joachim B. Schmidt : "Zwei europäische Inseln" (opens the original)
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"Ich bin im Prinzip Bürger zweier europäischer Inseln, die partout nicht in die EU wollen", sagt der Schriftsteller Joachim B. Schmidt, der aus der Schweiz stammt und auf Island lebt. Dass Island sich in einem Referendum gegen weitere Beitrittsverhandlungen entschieden hat, bedauert er: "Irgendwann wird Island sich zwischen der EU und den USA entscheiden müssen."
Landry Charrier: "Die Grundlage Europas ist bedroht" (opens the original)
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"Die deutsch-französische Freundschaft ist der Sockel der EU - dieser Sockel ist brüchig", warnt der Historiker Landry Charrier, Professor für deutsch-französischen Beziehungen und Redaktionsleiter der französisch-deutschen Zeitschrift "dokdoc" mit Blick auf das Erstarken des Populismus. Es brauche eine Stärkung gemeinsamer zivilgesellschaftlicher Projekte.
Hiram Kümper: “Europa aus seiner Geschichte verstehen“ (opens the original)
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“Europa setzt zu ausschließlich auf die Wirtschaft als Treiber für Entwicklung“, sagt der Bochumer Historiker Hiram Kümper. Auch regional fänden sich erstaunlich deutlich europäische Strukturen – etwa in der Historie des Rheins.
Hanna Notte: "Feindschaft zu Europa" (opens the original)
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"Europa ist der Hauptfeind und will einen großen Krieg", so laute derzeit das russische Narrativ mit Blick auf Europa, sagt die Politologin Hanna Notte. Infolge des Kriegs in der Ukraine und der konsequenten Reaktion seien die Beziehungen "komplett eingekracht". Europa brauche ganz klar Abschreckung, aber auch Kanäle nach Russland, wie sie die USA noch haben. "Auch wir müssen mit Russland sprechen."
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